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"Progressive music in the true sense of the term".

Diese Einschätzung ist bei den Engländern durchaus Programm, denn wenngleich Linearsphere natürlich auch auf bereits vernommener musikalischer Vergangenheit aufbauen, haben sie mit Pseudo-Proggern, typischen Art-Rockern oder Dream Theater-Plagiaten rein gar nichts zu tun.

Das Quintett versieht komplexe metallische Arrangements mit Einflüssen aus Jazz und Fusion, die vor allem bei einigen clean geschlagenen Gitarrenakkorden und den Solo-Parts zum Tragen kommen.

Dennoch regiert auf "Reality Dysfunction" eindeutig progressiver, verschachtelter, anspruchsvoller Metal, der mitunter durchaus anständige Härtegrade erreicht und mit diversen spacigen Sounds und Sprach-Samples angereichert ist. Freut euch also auf verdammt abwechslungsreiches Material, diverse Tempowechsel und auch mal den einen oder anderen ungewöhnlichen Harmoniewechsel. Zusätzliche Eigenständigkeit erhält das satte einstündige, mit einem schönen Booklet zusätzlich aufgewertete Werk durch den Gesang von Jos Geron, der nur ab und an mit klarer Stimme singt und ansonsten oftmals untypische, leicht keifende Vocals einsetzt (und beim abschließenden, überlangen "From Space To Time" entfernt an die ´Screams´ von Jason McMaster erinnernd), die auch noch durch verschiedenste Tonlagen jagen, was nicht allerorten auf Gegenliebe stoßen dürfte, aber eindeutig zum in der Tat bereits äußerst charakteristischen Wiedererkennungswert Linearspheres beiträgt.

Ein Newcomer mit einer eigenen Aura, einer eigenen Identität? Ja, hier ist einer!

www.oblivion.de